Kinder, die den offenen Anfang nutzen werden in dieser Zeit begrüßt und zu verschiedenen Aktivitäten angeregt. Es gibt jedoch kein festgelegtes Programm für diesen Zeitraum. Sie können frei zwischen verschiedenen Tätigkeiten wählen. Manche Kinder nutzen die Zeit zum Aufbau bzw. Vertiefen sozialer Kontakte, andere nehmen sich ein Buch aus der Leseecke und nutzen die Gelegenheit zum freien Lesen. Gerne wird aber auch mit Materialien und Lernspielen aus dem Freiarbeitsmaterial gearbeitet. Des weiteren werden Bilder gemalt oder angefangene Arbeiten fertiggestellt. Der Computer mit seinen Lernprogrammen steht den Kindern auch während dieser Zeit zur Verfügung. Wer noch Zeit zum wach werden braucht und am liebsten nur schaut, was die anderen machen hat ebenfalls dazu Gelegenheit.
Während des offenen Anfangs ist die Lehrerin im Klassenzimmer anwesend. Auf Grund der geringeren Schülerzahl hat sie die Möglichkeit sich einzelnen Kindern zuzuwenden, eventuell an fehlende Aufgaben zu erinnern, mit den Kindern die Klasse mit den erstellten Kunstwerken zu dekorieren oder auch Freiarbeitsmaterialien zu erklären.
Die Lehrerin wird in dieser Zeit als offener Ansprechpartner erlebt, bevor dann um 8:00 Uhr der Unterricht für alle Kinder der Klasse beginnt. Um den Übergang vom offenen Anfang in den regulären Klassenunterricht einzuleiten, bietet sich ein festes Ritual an, wie beispielsweise das Abspielen einer bestimmten Musik, die die Kinder zum Aufräumen, Platz nehmen und ruhig werden auffordert.