Kinesiologie


Unsere moderne Zeit ist gekennzeichnet durch ständig anwachsenden Stress. Diesem sind sowohl Kinder als auch wir Erwachsene gleichermaßen ausgesetzt. Stressfaktoren wie Bewegungsmangel, Medienüberflutung, Leistungsdruck, Überforderung, emotionale Belastungen, Umweltverschmutzung oder denaturierte Ernährung erzeugen beim Kind Ungleichgewichte im körperlichen, seelischen und geistigen Wachstum. Die daraus resultierenden Einschränkungen des Entwicklungspotentials können sich in typischen Zeichen unserer Zeit wie beispielsweise Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Lese-Rechtschreibschwächen, Vereinzelung oder Hyperaktivität äußern.

Inneres und äußeres Gleichgewicht sind eine Voraussetzung dafür, dass Kinder sich natürlich und gesund entwickeln können. Dieser Zustand lässt sich jedoch leider nicht ein für allemal manifestieren, sondern will bei jedem Entwicklungsschritt und jeder Veränderung immer wieder neu geschaffen werden. Ein hilfreiches Werkzeug kann hierbei die Kinesiolgie sein.

Vereinfacht gesprochen liegen die Wurzeln der Kinesiolgie in einem Bündnis zwischen östlichem Erfahrungswissen und westlicher Wissenschaften aus denen heraus sich viele unterschiedliche und vielfältige kinesiologische Anwendungsmöglichkeiten entwickelt haben.

Die Schule Am Dicken Stein verfolgt den Zweig der Edu-Kinestetik nach Dr. Paul Dennison, dessen Grundidee in dem Motto „Bewegung ist das Tor zum Lernen“ liegt. Ableiten lässt sich der Begriff Edu-Kinestetik von dem lateinischen Wort Educare (=herausziehen) und dem griechischen Wort kinesis (=Bewegung). Demnach werden, einfach gesprochen, bei den Kindern verborgene Potenziale und Fähigkeiten durch Bewegungsübungen „herausgezogen“.

Dr. Paul Dennison, dessen Grundidee in dem Motto „Bewegung ist das Tor zum Lernen“ liegt. Ableiten lässt sich der Begriff Edu-Kinestetik von dem lateinischen Wort Educare (=herausziehen) und dem griechischen Wort kinesis (=Bewegung). Demnach werden, einfach gesprochen, bei den Kindern verborgene Potenziale und Fähigkeiten durch Bewegungsübungen „herausgezogen“.

Unser Großhirn besteht aus zwei Hälften, den beiden Hemisphären. Jede Hälfte hat sehr unterschiedliche Aufgaben, die linke Gehirnhälfte wird gemeinhin als die analytische, die rechte als die ganzheitliche bezeichnet. Je besser uns der Zugang zu beiden Gehirnhälften gelingt, umso ausgeglichener sind wir in unserem Denken und in unserer Persönlichkeit.

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Verantwortlich hierfür ist die neuronale Verbindung beider Gehirnhälften, die aus einer Vielzahl von Nervenfasern, die sich im Laufe der Entwicklung und des Lernens vom Kindesalter an bilden, miteinander verbinden und verknüpfen. Diese Verbindungen, und das damit einhergehende Zusammenspiel zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, können jedoch blockiert bzw. gestört werden. Die Ursachen hierfür lassen sich auf die bereits zu Beginn erwähnten Stressfaktoren und deren Konsequenzen zurückführen.

Bewegungsübungen aus dem Bereich der Edu-Kinestetik sollen dazu beitragen diese Blockaden zu lösen und somit die Zusammenarbeit der Hemisphären wieder in Fluss und Schwung zu bringen. Dies gelingt durch das Ausführen von Bewegungen, die beide Gehirnhälften gleichzeitig ansprechen sollen (z.B. Überkreuz-Bewegungen). Stress wird abgebaut, Blockaden gelöst, das Gehirn arbeitet besser und das Lernen fällt leichter. Das Ziel dieser Übungen ist demnach immer beim Kind ein solides physiologisches Fundament zu schaffen, auf dem es dann sein Potential auf natürliche und leichte Weise entfalten kann. Darüber hinaus bereiten sie den Kindern Spaß, und vermitteln ihnen, in der Form wie wir sie Am Dicken Stein ausüben, das Gefühl Teil einer großen Gemeinschaft zu sein.

(Quelle: Innecken, Barbara: Kinesiologie, Kinder finden ihr Gleichgewicht. Don Bosco, 2013.)